Erste Schritte in Richtung Mobiltätswende wurden in Goldbach schon unternommen. Also, weg vom Verbrenner, hin zu Rad, Bahn, Bus oder E-Auto. Die beiden Fahrradstraßen in Goldbach, nämlich ein Teil der Österreicher Straße mit Verlängerung in der Österreicher Kolonie und das neue Teilstück der Lorenz-Heim-Straße, mit Anschluss in Hösbach, sind erste Erfolge, auch wenn die Regeln, die dort herrschen, erst noch in den Köpfen mancher Autofahrer ankommen müssen. Hier machen wir uns für einen Ausbau in Richtung »Fahrradfreundliche Kommune« stark. Ein Radschnellweg entlang der Aschaff ist schon lange in Planung, wirft aber das Probem auf, dass ein mindestens drei Meter breiter Streifen zusätzich versiegelt wird. Dennoch bieten sich verschiedene Möglichkeiten, das Radwegenetz besser auszubauen, um den Anreiz zu schaffen, vom Auto auf’s Rad zu wechseln. Erst am Anfang sind wir mit unserem Car-Sharing-Modell in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsclub Deutschland Aschaffenburg (VDA). Das erste E-Fahrzeug mit Standort Nähe Borngasse, wird aber schon gut angenommen und das System zur Buchung und Inbetriebnahme des Autos ist relativ leicht zu bedienen. Ein weiterer Ausbau zu einer Flotte von drei bis vier Fahrzeugen könnte manches eigene Auto überflüssig machen. Auch dieses Ziel wird von der SPD-Fraktion mit Nachdruck verfolgt. Der Öffentliche Personen-Nahverkehr ist in Goldbach gut ausgebaut. Für 1,50 Euro kann man mit dem Bus alle Ortsteile und Haltestellen in Goldbach und Hösbach erreichen. Verbesserungswürdig sind die Preise allerdings bei zonenübergreifendem Verkehr, z.B. Haltestelle Westend in Goldbach zum Landratsamt: 3,20 Euro. Ein weiteres Problem ist, dass das Angebot außerhalb der Hauptverkehrszeiten relativ schnell nachlässt. Hier wäre ein verstärktes Angebot von Nachtbussen und / oder Sammeltaxis wünschenswert. Zusammenfassung: Um die Mobilitätswende zu schaffen, müssen wir lernen, neu zu denken. Das Auto ist nicht mehr das höchste Gut. Ziel ist die individuelle, umweltfreundliche Mobilität, die wir nur mit dem Umsteigen auf Fahrrad, Bus und E-Auto schaffen.